MINT-Förderung
Zukunft gestalten
MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Diese Fächer fördern logisches Denken, Problemlösekompetenz und technisches Verständnis – Fähigkeiten, die in vielen Berufen und Studiengängen gefragt sind. Zudem sind die MINT-Fächer zentrale Zukunftsfelder. Sie prägen Innovation, Digitalisierung, Klimaschutz und gesellschaftlichen Fortschritt. Um junge Menschen frühzeitig für diese Themen zu begeistern, setzt Nordrhein-Westfalen auf eine umfassende MINT-Förderstrategie – praxisnah, regional verankert und für alle zugänglich.
Im Mittelpunkt steht das Netzwerk zdi.NRW („Zukunft durch Innovation“). Es ist das größte MINT-Bildungsnetzwerk Europas und verbindet Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Kommunen und zivilgesellschaftliche Akteure. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen konkrete Zugänge zu MINT-Themen zu eröffnen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Bildungsweg. In Bochum ist zdi eng mit MINT.BOchum verknüpft. Schüler*innen können an zdi-Kursen teilnehmen, eigene Projekte umsetzen und Einblicke in MINT-Berufe gewinnen. Ziel ist es, Talente zu entdecken und Perspektiven zu eröffnen.
Was macht die MINT-Förderung aus?
Frühe Förderung: Bereits in der Grundschule werden Neugier und Entdeckergeist geweckt – z. B. durch Experimentierboxen oder Projekttage.
Praxisbezug: Schüler*innen arbeiten in Laboren, Werkstätten oder direkt mit Unternehmen zusammen. So wird MINT nicht nur theoretisch erlebt, sondern im echten Kontext.
Berufsorientierung: Das Programm zdi-BSO-MINT zeigt Wege in MINT-Ausbildungen und Studiengänge auf – durch Feriencamps, Unternehmensprojekte oder Hochschulkooperationen.
Vielfalt und Teilhabe: Die Angebote sind inklusiv gestaltet. Es gibt spezielle Formate für Mädchen, für Schüler*innen mit Förderbedarf oder für Jugendliche mit Fluchterfahrung.
Digitalisierung im Fokus: Viele Kurse greifen aktuelle Themen wie Künstliche Intelligenz, Robotik oder Nachhaltigkeit auf – auch in digitalen Lernformaten.
Warum ist das wichtig?
Der Fachkräftemangel in MINT-Berufen ist bereits heute spürbar. Gleichzeitig bieten diese Bereiche besonders gute Zukunfts- und Verdienstchancen. Die MINT-Förderung in NRW setzt genau hier an: Sie schafft Perspektiven – für junge Menschen und für die Gesellschaft.
Beispiel aus Bochum
MINT.BOchum – Bildung zwischen Himmel und Erde
Mint.BOchum ist ein regionales Netzwerk, das Schulen, Unternehmen, Hochschulen und weitere Partner verbindet. Gemeinsam wird praxisnahe MINT-Bildung umgesetzt – mit Workshops, Laborbesuchen, Ferienangeboten und Berufsorientierung. Das zdi-Netzwerk Mint.BOchum bietet jährlich rund 5.000 Schüler*innen spannende Einblicke in MINT-Berufe – direkt in der Region.
Unter dem Motto „Bildung zwischen Himmel und Erde“ stehen Themen wie Raumfahrt, Astronomie, Geographie und Nachhaltigkeit im Fokus.
Das Netzwerk unterstützt Lehrkräfte, entwickelt Materialien und bringt MINT direkt in den Unterricht. So entstehen spannende Lernangebote, die über den Schulalltag hinaus wirken.
Highlights in Bochum:
zdi-Schülerlabor in der Stadtbücherei Langendreer mit Kursen zu Robotik, Recyclingtechnik und Klimaforschung
Feriencamps wie „Licht und Erde“ mit Experimenten an vier besonderen Lernorten im Ruhrgebiet
TECLabs: Schülerlabore an Bochumer Hochschulen
JUNIORTeam: Workshops mit Auszubildenden und Studierenden aus der Region
Klimanetzwerk Bochum: Schüler*innen betreiben eigene Klimastationen und werten Umweltdaten aus
Das Netzwerk wird von lokalen Partnern getragen – darunter das Planetarium Bochum, die Ruhr-Universität, die Hochschule Bochum und zahlreiche Unternehmen.